Jan-Willem Wesselink

Neue Laborantin Julia: Innovation & Raumplanung

Wir freuen uns das Julia Kölbel ab Februar teilnehmt am Lab Ruhr!

Julia Kölbel„Ich bin Julia, 27 Jahre alt und bin Studentin des Masterstudiengangs Sozialwissenschaftliche Innovationsforschung an der TU Dortmund. Während meines Studiums habe ich mich neben dem Thema der Innovation insbesondere mit Fragestellungen der Raumplanung beschäftigt. So beispielsweise damit, welche Probleme und Herausforderungen in post-industriellen Städten und Regionen – wie dem Ruhrgebiet – bestehen. In meiner anstehenden Abschlussarbeit möchte ich eben diese Thematiken verbinden und bin mir sicher, dass ich als Laborant im Kennislab ausreichend interessanten Input bekommen werde.

Ich freue mich Teil des Kennislab Ruhr zu sein und in einem internationalen Team genau an diese Fragestellungen anzusetzen und gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten, die über die reine Theorie hinausgehen. Denn ich bin bereits jetzt gespannt bin ich darauf, welche Unternehmensideen hieraus entstehen werden.“

Bootcamp sicheres Entwerfen im Ruhrgebiet

Am 24., 25. und 26. Februar 2016 organisiert das Kennislab voor Urbanisme gemeinsam mit dem Netzwerk Ontwerp Veilige Omgeving wieder ein Bootcamp. Melden Sie sich direkt an!

Lesen Sie mehr über das Programm.

Bootcamp Sicheres EntwerfenWas machen wir?

Am 24., 25. und 26. Februar 2016 (in den Frühjahrsferien) fahren wir mit einer Gruppe Studierenden (und frischen Hochschulabsolventen) ins Ruhrgebiet. Das ist eines der interessantesten städtischen Gebiete in Westeuropa. Vor langer Zeit war es das Gebiet von Kohle und Stahl. Der Industriebarone. Heutzutage geht es um Industriekultur, Umstrukturierung, soziale Probleme, aber auch um wirtschaftlichen Fortschritt. Das soll nicht heißen, dass alle Gefahren abgewendet sind. Auch hier ist sicheres Entwerfen ein wichtiges Thema. Auch wenn das lediglich der Fall ist, weil im Laufe der Zeit Funktionen auf verwunderliche Weise miteinander vermengt wurden und Gefahren an allen Seiten lauern können, denn im Untergrund liegt ein weit verzweigtes System an Minenbauschächten und -gängen.

Wir untersuchen wie sicher das Ruhrgebiet ist, wir schauen, ob und wie es sicherer geht, und wir entwickeln dafür einen eigenen kreativen Lösungsansatz. Dabei schauen wir im besonderen Maße auf die verwaltungstechnische Ebene der Story. Wie wird das Ruhrgebiet verwaltet und inwiefern beeinflusst das den Entwurf einer sicheren Umgebung?

Das führt uns zur folgenden Kernfrage: Wie machen wir aus dem Ruhrgebiet die sicherste städtische Region von Europa?

Bootcamp Sicheres Entwerfen

Gewinne 500 Euro

Die Gruppe von Studierenden/frischen Hochschulabsolventen, die diese Frage am besten beantwortet, gewinnt einen Preis (€500 pro Person). Zwei Teilnehmer des Bootcamps dürfen im Herbst 2016 außerdem (gratis) an einer Studienreise für Bürgermeister teilnehmen. Eine einmalige Chance für Topstudierende!

Mehr info: http://kennislab.de/bootcampsicheresruhrgebiet/

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Die vitale Stadt überlebt immer

Es ist unmöglich 2015 zu erinnern ohne die Anschläge von Paris. Die Anschläge sind ein Angriff auf alles, wofür das Kennislab voor Urbanisme steht. Es ist noch immer viel zu früh, um nach der Tragödie von Paris Schlussfolgerungen zu ziehen, und es ist fraglich, ob wir jemals begreifen werden, was sich dort abgespielt hat. Trotzdem wird sehr wohl deutlich, dass es sich um einen Anschlag auf das Leben in der Stadt, auf die städtische Vitalität und damit auch auf die Lebensweise, die wir so sehr lieben und womit wir uns mit so viel Liebe beschäftigen, handelt.

parisDie vitale Stadt ist eine unzusammenhängende und zum großen Teil unkontrollierbare Ansammlung von Menschen. Sie ist ein Chaos, das mehr oder weniger in geregelten Bahnen geleitet wird und das meistens ganz von selbst in geregelten Bahnen verläuft. Dieses Chaos führt zu wirtschaftlichem Wachstum, zu Freude und Vitalität. Die größte Bedrohung für diese Vitalität ist die Lähmung. Und Angst lähmt. Und das ist genau, was die Terroristen erreichen wollen. Sie wollen unsere vitale Stadt lahm legen. Sie sind nicht auf Chaos aus, sondern auf eine alles lähmende Ruhe. Sie wollen, dass wir uns nicht mehr auf die Straße trauen, nicht mehr auf Arbeit gehen wollen, nicht mehr in unsere Universitäten, nicht mehr zu unserem Vergnügen ins Stadion, in Restaurants oder Konzerthallen. Das wurde am 13. November in Paris aber noch viel eher während des Länderfreundschaftsspiels zwischen den Niederlanden und Deutschland und eine Woche später, als die Angst Brüssel beherrschte, deutlich. Durch diese alles lähmende Angst wollen die Terroristen unsere Art und Weise zu leben zerstören.

Und das wird ihnen nicht gelingen. Das gelang ihnen nach 9/11 in New York, in Moskau 2002, nach den Anschlägen von Madrid 2004 und London 2005 nicht. Städte kommen immer wieder auf die Beine. Stärker noch, es ist noch nie in der Geschichte eine Stadt aufgrund von Krieg und Gewalt von der Bildfläche verschwunden. Städte rappeln sich immer wieder auf und überleben schlussendlich. Schlichtweg weil Städte uns den Raum bieten, um in Freiheit zu leben, um zu tun was wir wollen. Stadtluft mach frei. Städte bieten Obdach für Menschen, die anders denken. Selbst für Menschen, die so radikal anders denken, dass sie das Stadtleben zerstören wollen, sowie zum Beispiel in Molenbeek. Wir werden um unsere Toten trauern und vielleicht laufen wir ängstlich über die Straße. Aber unsere Lebensweise werden sie uns nicht nehmen.

Die chaotische Kraft der vitalen Stadt ist so stark, dass sie immer obsiegt.

Jan-Willem Wesselink

28. Januar – Abschlussevent

Header Nieuwsbrief Kennislab 7 28 janIm September 2015 haben deutsche und niederländische Studierende im Kennislab Ruhr ihre Arbeit aufgenommen und sich der Frage gestellt: Wie können heutige Probleme zu Impulsen für den Metropolraum Ruhr werden und wie sehen geeignete Geschäftsmodelle dafür aus? Jetzt gibt es erste Antworten. Daher laden wir Sie herzlich zu der Veranstaltung „Von Möglichkeitsräumen zu Innovationsräumen“ am 28. Januar nach Dortmund ein.

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Es geht gut im Lab Ruhr

im lab arbeiten am zwischenberichtWir sind stolz auf unseren ersten Zwischenbericht des Kennislabs voor Urbanisme im Ruhrgebiet. In diesem Bericht lesen Sie, wie der momentane Stand des Projekts ist und welche Schritte für die kommenden Monaten geplant sind. Es wird vor allem deutlich gemacht, wie uns das Ruhrgebiet inspiriert und wie wir Schritt für Schritt die Komplexität und die Herausforderung der Region kennenlernen.

Wir hoffen Ihnen diese Inspiration mit Hilfe des Berichts vermitteln zu können.

Lese hier der Zwischenbericht.

Studentenbericht #6: Konkretisierung von Ideen

Am Montag haben wir unsere Tagesaufgaben aufgeteilt. Die Hälfte von uns hat die Präsentation für das Kennislab-Ruhr Eröffnungsevent für Donnerstag den 5. November im Unperfekthaus in Essen vorbereitet. Unsere Präsentation sollte nach dem Pecha Kucha Vortragsstil aufgebaut sein. Bei diesem Vortragstil besteht die Präsentation aus 20 slides, für jede slide stehen 20 Sekunden zur Verfügung. Dementsprechend haben wir versucht unser Projekt in wenigen Worten zu beschreiben und für die slides vor allem Stichworte und Bilder benutzt. Aufgebaut war die Präsentation wie folgt:

Warum arbeiten wir am Thema „Innovation für das Ruhrgebiet“?

Wie machen wir das bzw. was sind unsere wichtigsten Themen diesbezüglich?

Unsere ersten Ansätze für konkrete Ideen & Wie finden innovative Akteure im Ruhrgebiet besser zueinander um zu kooperieren und Ideen zu teilen?

Die andere Hälfte von uns hat versucht mehr Informationen darüber zu erlangen wie man Vertrauen zwischen Akteuren aufbaut und welche „Spielregeln“ wichtig sind wenn mehrere Akteure in einem Innovationsprozess zusammenarbeiten. Dies sind zentrale Themen an denen wir momentan arbeiten.

Dienstag haben wir unsere Präsentation als Generalprobe bei SSR vorgestellt um Feedback zu bekommen. Nach einer ergiebigen Feedbackrunde haben wir festgestellt, dass der Pecha Kucha Vortragstil in unserer momentanen Situation nicht sinnvoll ist weil zu viele wichtige Informationen zum Verständnis der Präsentationen fehlen und in der kurzen Zeit nicht deutlich werden. Mit guten Tipps aus der Feedbackrunde haben wir am Nachmittag überlegt wie wir unsere Präsentation ändern können.

Mittwoch haben wir unsere Tagesaufgaben wieder aufgeteilt. Die Hälfte von uns hat ein Konzept zum bevorstehenden Workshop für das Eröffnungstreffen am Donnerstag erarbeitet. Das Thema unseres Workshops war die Frage, wie man innovative Akteure zusammenbringt.

Die andere Hälfte von uns hat eine neue Präsentation, mit einem anderen Aufbau und mehr Details im Vergleich zur vorherigen Präsentation, entworfen. Die zentralen Punkte der Präsentation waren folgende:

  • Persönliche Vorstellungsrunde
  • So funktioniert das Lab
  • Das ist unser Alltag
  • Das haben wir bisher gemacht (aufgeteilt in vier aufeinander folgende Schritte)
    Schritt 1: Tour durch das Ruhgebiet/Eindrücke sammeln
    Schritt 2: Problemanalyse des Ruhrgebiets
    Schritt 3: Unsere Definition von Innovation
    Schritt 4: Unser aktueller Stand
  • Vorbereitung auf den Workshop und Schluss

(Die Präsentation ist ebenfalls auf unserer homepage abrufbar)

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Übersicht zum Kennislab (Foto eigene Darstellung)

Zu unseren intensiven Vorbereitungen für das bevorstehende Eröffnungstreffen kam ein kleine Diskussionsrunde in unserem Projektraum am Mittwochabend mit Frank Scheele, Melina Struwe, Kulturschaffende und Aktivistin sowie Hubertus Heuer, Geschäftsführer vom Marktforschungsunternehmen WeißeQ, die uns beide momentan in unserer Arbeit sehr unterstützen und uns mit ihrer Expertise weiterhelfen. Inhalt des Abends waren die Themen Vertrauensbildung und Kommunikation sowie Start-up -prozesse und Innovationsprozesse.

Am Donnerstag war es dann endlich Zeit für das Eröffnungsevent des Kennislab –Ruhr im Unperfekthaus im Zentrum von Essen. Wir waren bereits um 10 Uhr vor Ort um die Location zu besichtigen und die Veranstaltung für den Nachmittag vorzubereiten. Offizieller Start war schließlich um 14:00 Uhr.

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Feierliche Eröffnung der Studierenden & Partner (©Foto Dirk Rose)

Der Aufbau der Veranstaltung bestand aus verschiedenen Vorträgen mit anschließenden Workshops zum Thema der Redner. Den Anfang machte Jan-Willem Wesselink der die Anwesenden begrüßte und das Kennislab nochmal kurz für alle vorstellte, gefolgt von Mark Lukas Schulten welcher kurz seine Gründe, das Lab zu unterstützen, erläuterte. Danach folgten kurze Vorträge von Jan Polivka der die Strukturen des Ruhrgebiets vorstellte, Stefan Gärtner zum Thema Raumkapital sowie Geerd Simonis zum Thema Umgang mit Möglichkeitsräumen.

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Einleitende Worte (©Foto Dirk Rose)

Danach folgte unsere Vorstellung und unser Vortrag mit daran anschließender Pause. Nach der Pause starteten dann die bereits erwähnten Workshops. In den Workshops wurde zu den Themen der Redner diskutiert und neue Ideen gesammelt. Diese wurden am Ende auf kleinen Aufstellern festgehalten und danach noch den Teilnehmern der anderen Workshops kurz vorgestellt.

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Eindruck Workshop (©Foto Dirk Rose)

Der Tag endete mit einem geselligen Umtrunk in den Örtlichkeiten des Unperfekthauses.

Anfang der folgenden Woche waren wir hauptsächlich mit der Nachbereitung des Eröffnungsevent beschäftigt. Montagabend stand ein weiteres Treffen mit Melina Struwe auf unserem Plan, bei dem wir in einem Workshop, unter ihrer Anleitung, versucht haben unter Zeitdruck mit verschiedenen Arbeitsmaterialien ein Produkt zu entwickeln und dieses anschließend innerhalb 1 Minute vorzustellen. In der halben Stunde die jeder von uns, unter der Nutzung die begrenzten Arbeitsmaterialien, zur Entwicklung seines Produkts hatte, haben wir gemerkt, dass durch fehlende Kommunikation der Entwicklungsprozess des Produkts ins Stocken geriet.

In der anschließenden Diskussionsrunde, die durch Hubertus Heuer, Frank Scheele und Fedor Bräutigam komplettiert wurde, ging es erneut um die Themen Innovationsprozesse sowie Vertrauensbildung und Kommunikation.

Mitte der Woche besuchten wir das „european centre for creative economy“, mit Sitz am Dortmunder-U, für einen Interviewtermin mit Frau Rogg. Ein weiterer Interviewtermin folgte am nächsten Tag mit Herrn Kröck, Leiter des Stadtplanungsamts der Stadt Bochum sowie Herrn Tata, zuständig für das Netzwerkmanagement des Programms UniverCity Bochum.

Donnerstag bereiteten wir unseren Beitrag zum Programm „Neue Reihe“ vor, stattfindend am selbigen Abend. Das Programm Neue Reihe, welches jeden zweiten Donnerstag eines Monats in unserem Projektraum „offene Antworten“ auf der Kaiserstraße stattfindet, gibt Kulturschaffenden und Künstlern die Chance, sich und ihre Arbeit zu präsentieren. An diesem Abend stellten wir uns den Anwesenden in Form einer kleinen Präsentation vor und versuchten mit provokanten Fragen und Aussagen bezüglich unseres Themas im Anschluss an unseren Vortrag, die Anwesenden mit einzubeziehen in unsere Arbeit.

Nach den zahlreichen neuen Inputs der Woche haben wir uns Freitag gefragt, wie unsere weitere Vorgehensweise für die kommenden Tage und Wochen aussehen kann. Wir haben entschlossen, dass wir in den folgenden Wochen vor allem versuchen die zahlreichen verschiedenen Denkanstöße und Ideenansätze in konkretere Ideenkonzepte ausarbeiten. Dazu werden wir vermehrt Einzeln und in Kleingruppen versuchen bestehende Ansätze weiterzuentwickeln.

Wir sind offen

Das Kennislab Ruhr ist seit einem gelungenen Mittag in einem noch gelungeneren Unperfekthaus endlich offiziell eröffnet. Die Eröffnungsgeste bestand aus der Überreichung einer ‘Bitte’ der Partner an die Studenten mitzuinnovieren. Die Studenten des Labs nahmen dieses Geschenk mit Freuden entgegen. Und jetzt sind wir offen.

wir sind offenDanach räumten diese kurzzeitig das Feld für die drei überaus interessanten Beiträge der Sprecher, die uns in die Themen ‘Zusammenarbeit im Ruhrgebiet‘ (Jan Polivka), ‘Raumkapital‘ (Stefan Gärtner) und ‘Das Gewerbegebiet, welches ein Hotel ist‘ (Geerd Simonis) einführten. Die Präsentationen finden Sie auf www.kennislab.de/innovieremit, sowie ebenfalls die Präsentation unserer Topstudierenden, denn auch sie stellten ihren Fortschritt vor.

Thema des Mittags und der darauffolgenden Diskussionen war: Innoviere Mit. Dies führte zu mehreren interessanten Diskussionen und Gesprächen. Und zu grenzübergreifenden Kontakten, denn auch das war das Ziel dieses Mittags. Das Mitinnovieren wurde anschließend im Barbereich des Unperfekthauses fortgesetzt, wo der sprachliche Unterschied immer weniger zu erkennen war.

Studentenbericht #5: Geschäftsmodelle: Zum Haareraufen

Wir leiteten die Woche mit einem kleinem Gruppenbriefing ein. Ziel hiervon war es alle Gruppenmitglieder auf denselben Stand zu bringen. Unter anderem besprachen wir das Kennislab Lunch bei SSR und die Präsentation bei gestaltend am Donnerstag bzw. Freitag der vergangenen Woche, um anschließend die Diskussionsinhalte der Besprechungen und ihre Denkanstöße in unsere Geschäftsmodelle einzuarbeiten. Ausschlaggebende Fragen waren hierbei, z.B. ob Größe in sowohl räumlichen als auch wirtschaftlichen Dimensionen eine Rolle in der Konzentrierung von Innovationen spielt, inwiefern sich die kommunale Sparprogramme auf die Verfügbarkeit von Risikokapital in der Region auswirkt und welche Aktoren genau innovativ sind (die breite Masse oder eine Elite)?

Dies alles fand unter der zentralen Aufgabenstellung statt unsere Ideen weiter zu konkretisieren und in einem kompakten Absatz (Pitch) erläutern zu können. Dies taten wir in getrennten Teams und auf die verschiedenen Ideen verteilt. Zur Diskussion standen die Konzepte der ‚Pressure Cooker Kitchen‘, des ‚Innovationsnetzwerkes Ruhr‘ und der ‚App für Projektpartizipation‘. Am Ende eines intensiven Dienstagnachmittags probierten wir mit Hilfe der Kreativmethode ‚Kribbeln im Kopf‘ neue Möglichkeiten für unsere Konzepte zu erarbeiten.

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Kribbeln im Kopf: „Erwecken Sie das Produkt oder seine Umgebung zum Leben“

Am Dienstag bekamen wir die Bestätigung für ein Interview mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund. Es galt also zunächst einen Interviewleitfaden zu erstellen. Die Kernthemen des Interviews bilden Innovation & das Ruhrgebiet, die Kommunikationsfunktion von Netzwerken und die Rolle der Wirtschaftsförderung im innovativen Milieu. Hierbei sollen Fragen behandelt werden wie: „Wie kann man Innovation am besten vermarkten bzw. vermarktet sich Innovation selbst?“, „Wie wichtig ist die Region Ruhr für die Entwicklung innovativer Unternehmen in Dortmund?“, oder „Auf welche tragfähigen Trends setzt die Wirtschaftsförderung Dortmund?“. Darüber hinaus feilten wir weiter an den Geschäftsmodellen. Wir arbeiteten mit Hilfe verschiedener Methoden, unter denen unter anderem die LeanLaunch Pad-Methode des Stanford-Professors Steve Blanks war (http://steveblank.com/2011/03/08/a-new-way-to-teach-entrepreneurship-the-lean-launchpad-at-stanford-class-1/) . Das Ziel dabei war die Ausarbeitung eines ‚Business Model Canvas‘, die genaue Definition der jeweiligen Zielgruppe und das Notieren möglicher Schwierigkeiten für die zukünftige Umsetzung der Ideen.

studentenbericht 5_2Das ‚Business Model Canvas‘

Für Mittwoch stand dann eine kritische Besprechung der ausgearbeiteten Konzepte an. Wir stellten uns die Sinnfrage (Begründung des Konzepts), rollten die Konzepte mit dem Ziel der Fehlersuche in Einzelschritten nochmal einmal neu auf, erstellten erste Kosten- und Profitrechnungen auf und machten uns auf die Suche nach vergleichbaren Produkten/Diensten um sowohl die Marktsituation als auch die Anzahl der Konkurrenten in Erfahrung zu bringen. Dieser Prozess hatte zur Folge, dass wir zwei der drei Konzepte verwarfen. Eine weitere Aufgabe für Mittwoch war es noch einmal Abstand zu nehmen vom gewählten Themenschwerpunkt des Innovationsproblems und die Schwierigkeiten im Ruhrgebiet vor dem Hintergrund des eigenen Studiengangs zu betrachten.
Dies führte dazu, dass wir zwei neue Ideen formulierten, welche wir gemeinsam mit der beibehaltenen Idee des Ideenraums am Freitag unseren Begleitern präsentieren wollten. Darunter ein Tourismusangebot für die Region Ruhr, welches in seinem Charakter vor der Industrialisierung ansetzt und durch die vielfältigen Gewinnmöglichkeiten der einzelnen Kommunen Anreize zur Zusammenarbeit auf administrativer Ebene setzt (es kamen 2014 immerhin ca. 3,7 Millionen Besucher ins Ruhrgebiet): Hin zu einem Ruhrgebiet, quasi. Aber auch die Idee eines ‚Venture Capital-Pool Ruhrgebiet‘, in dem lokale Mittel- bis Kleinbetriebe in innovative Start-ups investieren können indem sie Risikokapital zur Verfügung stellen und damit ihre Gewinnstrukturen auf ein drittes Standbein stützen können.

Donnerstag galt es dann die nötigen Vorbereitungen für die Besprechung am Freitag zu treffen. Formulierungen mussten den letzten Feinschliff bekommen, unterschiedliche Auffassungen aus der Welt geräumt und eine Präsentation vorbereitet werden. Zudem kontaktierten wir noch „Die Urbanisten“ aus Dortmund wegen eines möglichen Interviews

Studentenbericht 5_4Studentenbericht 5_3Die Ergebnisse unserer Besprechung am Freitag

Diese Vorbereitungen wieder einmal in einer interessanten Diskussion mit den Begleitern: „Wie vermitteln wir den Partnern beim anstehenden Kenniscafé unsere Ideen?“, „Warum machen wir was wir machen?“, und „Wie genau kommt der Druck auf den Kochtopf in der ‚Pressure Cooker Kitchen‘ her?“. Alle diese Fragen wurden, neben den organisatorischen Dingen sowie z.B. die Planung des Cafés, behandelt. Hinzu kamen wieder die deutlichen Aufgabenstellungen für die folgende Woche, nach denen wir die letzten Tage so verzweifelt gesucht haben. Ein produktiver Tag also.

Geschäftsmodelle zu entwickeln kann ganz schön anstrengend sein!

Studentenbericht #4: Sichtweisen Sammeln

ISOCARP-Workshop, „World Café“-Methode & Kennislab Lunch bei SSR

Nach unseren Vorbereitungen der letzten Woche war es nun endlich Zeit für den ISOCARP-Workshop der TU Dortmund mit dem Themenschwerpunkt der Dortmunder Nordstadt! Ziel des Workshops war es die verschiedenen Sichtweisen der internationalen Wissenschaftler zu einer gemeinsamen Herangehensweise für die sozioökonomischen Probleme der Nordstadt zusammenzufügen und diese anschließend in Rotterdam dem Dortmunder Bürgermeister vorzustellen. Der Workshop in Dortmund war einer von vielen in ganz Europa und alle Beiträge wurden abschließend gemeinsam in Rotterdam präsentiert. Wir waren gespannt zu erfahren, wie ein solcher Austausch zwischen internationalen Akademikern und Professionals aus dem Arbeitsfeld genau aussieht und funktioniert. Am Montag war es dann endlich so weit: Wir durften mitmachen und konnten zum ersten Mal die Atmosphäre eines professionellen Workshop beschnuppern. Unter anderem waren Teilnehmer aus Nigeria, Sudan, Irak, China, Süd Korea, Japan, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Mexico und vielen mehr anwesend.Wir würden uns an dieser Stelle gerne noch einmal bei Jan Polívka für diese Möglichkeit bedanken.

studentenbericht 4_1Der Versammlungsraum: Internationales Begegnungszentrum der TU Dortmund

Der Workshop begann am Montag mit einer inhaltlichen Einleitung in die zentrale Problemstellung:
„Dortmund Nord: How to leverage economic growth from spatial projects?“. Unter anderem präsentierte das organisatorische Team eine wissenschaftliche Analyse der räumlichen Gegebenheiten der Dortmunder Nordstadt. Anschließend stellte Frau Harriett Ellwein das „Nordwärts“-Projekt der Stadt Dortmund vor. Darüber hinaus wurden diese Präsentationen am Nachmittag durch Exkursionen zum Dortmunder Phoenix See und der Dortmunder Nordstadt selbst angereichert. Zentral standen hierbei die Führungen unter Leitung der Tourismusbehörde Dortmund und der Besuch der Dreifaltigkeitskirche.

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Im Uhrzeigersinn: Exkursion zum Phoenix See, leerstehendes Hochhaus Nordstadt, Maisonettewohnungen Nortstadt und „erhalt’s“- Inschrift

Am Dienstag setzten wir den Workshop in sechs Arbeitsgruppen fort. Hierbei wurden uns verschiedene Kernthemen zugeteilt und die Teilnehmer in internationale Teams zusammengesetzt. Ziel war es auf Basis von einzelnen Problembegriffen und Lösungsansätzen in Satzlänge zu anschließenden Präsentationen in den verschiedenen Themengebieten zu kommen. Die abschließenden Lösungsansätze in Absatzlänge boten uns einen frischen Blick auf die Problematik des Ruhrgebiets, im spezifischen der Dortmunder Nordstadt.Die anderen Teilnehmer machten sich dann gemeinsam auf den Weg nach Rotterdam um ihre Resultate den anderen Workshops, welche überall in Europa stattfanden, zu präsentieren. Wir hingegen zogen uns wieder in unser Lab zurück, um dort die Eindrücke der letzten zwei Tage zu verarbeiten.

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Resultat einer Gruppenarbeit und Stadtplan Dortmund Nordstadt

Für Mittwoch beschlossen wir, dass mehr Geschäftsideen für die offizielle Eröffnung am 5. November notwendig waren, und begannen mit Hilfe der „World Café“-Methode gemeinsam zu brainstormen. Unseren bisherigen Projektverlauf, einschließlich unserer Geschäftsidee, und die Ergebnisse der kreativen Session stellten wir daraufhin beim Kennislab Lunch im Büro von SSR am Donnerstag dem Team unseres Founding Partners vor. Und auch für Freitag stand wieder eine Präsentation unseres Geschäftsmodells ‚Pressure Cooker Kitchen‘ mit anschließender Diskussion an, und zwar bei gestaltend direkt nebenan.