Bericht 2015 – 2016

Liebe Urbanisten,

Hier finden Sie der Abschlussbericht des Kennislab voor Urbanisme im Ruhrgebiet 2015 – 2016. In den vergan­genen Monaten haben insgesamt 10 Studierende aus Deutschland, Niederlande, Indien und den Vereinigten Staaten an der Frage gearbeitet, wie man aus Möglichkeitsräumen im Ruhrgebiet In­novationsräume machen kann. In diesem Abschlussbericht lesen Sie, wie wir dies gemacht haben und welche Ergebnisse erzielt wurden.

Endbericht Kennislab RuhrAber da ist mehr. Denn die vergangen Monate waren für uns als Organisation und Partner nicht so interessant, wie für die teilnehmenden Studierenden. Aber auch wir lernten von den Kulturunter­schieden zwischen den Niederlanden, Deutschland und den anderen Ländern, mit denen wir zu tun hatten. Wir wurden uns der Brille bewusst, mit der wir selbst auf die Welt schauen. Und obwohl einige von uns seit Jahren im Ruhrgebiet wohnen, sahen wir die Region auf eine neue Art und Weise. Das war eine absolute Bereicherung.

Wir lernten zum Beispiel das Ruhrgebeit als eine Netzwerkstadt kennen, in der die Gruppenkultur wichtig ist, wohingegen ein wenig mehr Individualismus gut wäre. Wir hatten Diskussionen über Innovation und darüber wie schwierig es ist, aus Wissen Business zu machen. Wir sprachen über die großen Unterschiede zwischen Arm und Reich in diesem Teil von Deutschland.

Das Kennislab voor Urbanisme wird so zu einem Querdenk-Tank, nicht alleine durch die teilneh­menden Studierenden, aber auch durch die Partner und Organisatoren. Im Lab kommen nicht nur Studierende aus verschiedenen Studiengängen zusammen, sondern treffen auch oft Professionals mit sehr verschiedenen Hintergründen aufeinander. Es ist enorm bereichernd wenn Städtebau­kundige auf gleichem Niveau mit Kommunikationsspezialisten, Architekten, Immobilienexperten, Sicherheitsspezialisten, Politikern, Beamten, Fotografen und anderen Städtemachern diskutieren können. Und das federführend aus Deutschland und den Niederlanden. Mit dem in Dortmund er­worbenen Wissen haben wir unsere eigenen Businessmodelle präzisieren können. Und wir hören das Gleiche von unseren Partnern.

Denn das ist was das Lab tut, in den Niederlanden und in Deutschland. Das Lab wirkt als ein Spie­gel, der Unterschiede vergrößert, aber auch Lösungen bietet. Es funktioniert als eine Art sonderba­res Querdenk-Tank in dem Städtemacher aus verschiedenen Teilen von Europa an den städtischen Problem von heute arbeiten.

Und das werden wir weiterhin tun.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen,

Jan-Willem Wesselink

Thorsten Schauz

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