Die Ideen von Lab 1

IMG_9716An wen können Businesspläne besser präsentiert werden, als an ‘das geld’? Deswegen endete das Kennislab Ruhr mit einem Shark Tank Event, bei dem sich drei sharks (bereits zuvor in diesem Dokument erläutert), die Pläne anhörten und diese kommentierten. Die drei sharks waren Oliver Brügge, Vorstand der Montag Stiftung Urbane Räume, Meindert Pesman, Direktor und Eigentümer von 1618 Vastgoed und Joachim Boll von Startklar Projekt.Kommunikation. Sie waren enthusiastisch über die Pläne und voller Bewunderung für die Ergebnisse, aber hatten auch Kritik. Sie fanden, dass die RadKoje eine schöne Idee ist und fanden es stark, dass Laborantin Leonie eine bestehende Idee weiterausgearbeitet hat. “Manchmal ist es besser eine bestehende Idee weiter auszuarbeiten als etwas Neues zu erfinden”, fanden die Sharks. Das Satelliten Hotel (von Student Lennart) fanden sie eine Idee, die so umgesetzt werden kann. Nicht nur alleine in Dortmund, auch außerhalb. Auch von dem Niveau vom Businessplan waren sie beeindruckt. Bei In Nova DO (von Quinten) gab es Zweifel, ob die Idee ankommen würde. Aber shark Meindert Persman, der in seinem Alltag viel mit diesem Thema beschäftigt ist, sah schöne Anknüfungspunkte und war inspiriert. Das gilt auch für Oliver Brügge, aber dies dann bei NordKunde, dem Plan von Laborant Rick. Er sah Nordkunde als eine schöne Zutat für Pläne, die er für Halle (Saale) macht. Hubbi zuletzt bekam von allen Partnern ein enthusiastisches Feedback. Sie fanden die Idee so gut, dass sie für sie selbst keine Rolle sahen. “Sucht einen Investor und legt auf der Stelle los.”

Die Ideen in Kürze

HubbiPhilip Springmann und Florian Kienzl – Die zwei Studenten von der TU Dortmund übersetzten die im Lab viel geführte Diskussion über Vertrauen in eine App, wobei man mit jemanden in Kontakt kommen kann, der eine Arbeit für dich erledigen möchte. Besonders dabei ist der psychologische Test, den die Teilnehmern zuvor machen müssen. Denn man lässt nicht jeden an seinem Computer arbeiten. Nur Menschen, denen man vertraut.

NordKundeRick Lugtenberg – Der Student von der Universtität aus Amsterdam (HvA) entwickelte einen Betrieb, der das Reisen und andere Aktivitäten in Problemviertel (der Name seines Produkts bezieht sich auf das Viertel der Nordstadt in Dortmund) und so die Ökonomie des Viertels verstärkt.

RadkojeLeonie Nieuwland – Der Regional Verband Ruhr entwickelt momentan einen Fahrradschnellweg durch das ganze Ruhrgebiet. Aber die Anschluss zur Endbestimmung ist schlecht. Darum entwickelte Larenstein-Studentin Leonie die RadKoje, ein High-End-Fahrradversorgungspunkt. Hierfür hat sie zuvor entwickelte Ideen aus dem Lab Westas genutzt.

In Nova CoQuinten Isselmans – Auch hier ist Vertrauen ein Schlüsselwort. Quinten, der an der Hogeschol von Larenstein studiert, stimmuliert Wissensaustausch in einem renovierten Co-Working-Konzept. Besonders an In Nova Co ist die Verknüpfung mit zufälligen Besuchern, welche die Unternehmen im Co-Working-Space inspirieren können.

Dortmund 51º / 7 º – Das Satelliten Hotel Lennart Heimbach – Saxion-Student Lennart fragte sich, was passiert wenn ein Problemviertel zu einem Hotel wird. Und diese Idee hat er ausgearbeitet. Mit dem Resultat, dass eine Hotelorganisation die Zimmer im Viertel hat, komplett selbst einrichtet, wodurch die Besucher bei Fremden schlafen, aber mit dem Komfort eines Hotels.

Nach einer kurzen Pause präsentieren zwei von den Sharks ihre eigenes innovativen Businessmodel. Meindert Pesman, Direktor und Eigentümer von 1618 Vastgoed sprach über bottom-up Gebietsentwicklung im Hafenquartier von Deventer. Das Hafenquartier in der Stadt Deventer erhielt große Anerkennung in dem renommierten niederländischen Wettbewerb „Gouden Piramide – Staatspreis für inspirierende Auftraggeberschaft“. Mit Recht, denn der Prozess in dem etwa dreihundert Nutzer und Investoren tun durften, was sie wollten (die Stadtverwaltung hatte ihnen das Gebiet überlassen), ist einfach sehr erfrischend. Das Ergebnis ist ein wunderschöner Freistaat in der Hansestadt. Meindert Pesman (Direktor und Eigentümer von 1618 Vastgoed) nutzt gemeinsam mit anderen Unternehmern den gemeinsamen Gewerbestandort Loods570 und ist ein Pionier auf dem Gelände. Er erzählt uns von Loods570, dem Hafenquartier und deren Auswirkungen auf Deventer. Oliver Brügge, Vorstand Montag Stiftung Urbane Räume gab einen kurzen Vortrag über Initialkapital für eine chancengerechte Stadtteilentwicklung. Die Frage war, wie bringt Initialkapital das Weberviertel weiter? Seit 2013 investiert die Montag Stiftung Urbane Räume in Stadtteile mit schwierigen sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen, wie das Weberviertel in Krefeld. Die Idee hinter dem Ansatz Initialkapital für eine chancengerechte Stadtteilentwicklung ist, durch eine Investition in eine Immobilie, dauerhafte Renditen für einen Stadtteil zu erwirtschaften. Wie funktioniert das? Was sind die ersten Erfolge? Oliver Brügge, Vorstand bei der Montag Stiftung Urbane Räume, erzählte es uns.

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