Linda Peters gewinnt den Pott voll Geld

Mit einem Pott voll Geld ging ‘Laborantin’ Linda Peters am 13. Mai nach Hause. Sie ist die Gewinnerin des Publikumspreises, der während der Abschlussveranstaltung des Kennislabs “Ein Pott voll Gold” in Dortmund, verliehen wurde. In einem gut gefülltem Kinosaal im Kulturdepot Dortmund lauschten die vier Sharks Oliver Brügge, (Montag Stiftung Urbane Räume), Joost van Leur (Gemeinde Amersfoort), Arjen Hof (FiWare Lab) und Falk Zientz (GLS Gemeinschaftsbank eG) den innovativen Ideen unserer Studentinnen.

Direkt zum Präsentation von: Linda Peters, Naomi Milstein, Julia Kölbel, Abi Hemya, Joost van Leur (gemeente Amersfoort), Arjen Hof (Fiware Lab NL)

Zwei der Studentinnen fokussierten sich auf die höchste Maßstabsebene (auf das gesamte Ruhrgebiet), um sich mit dem Phänomen des Braindrain aus dem Ruhrgebiet heraus zu befassen. Laut Julia Kölbel und Naomi Milstein ist dies die größte Bedrohung für das Ruhrgebiet. Naomi nahm dabei sehr starken Bezug auf die Wirtschaft. Ohne eine neue, aktivere Rolle der Wirtschaft (angetrieben durch Eigeninteresse) und eine Verbesserung der Lebensqualität in Verbindung mit einer Urbanisierung der Städte, wird sich ihrer Meinung nach nichts am Braindrain im Ruhrgebiet ändern. Julia Kölbel hingegen sucht die Lösung wortwörtlich vor der Tür. Sie zieht einen Vergleich zu dem, was in New York passiert ist, wo die kreative Klasse aus umliegenden Stadtteilen in die armen Viertel der Stadt gezogen ist. Übertragen auf das Ruhrgebiet scheint ihr Lösungsansatz, wohlhabende Hipster aus Düsseldorf oder Köln nach Duisburg zu holen, logisch.

Die Betrachtungen von Linda Peters und Abi Hemya liegen auf einer niedrigeren Maßstabsebene, nämlich auf den Stadtquartieren und Nachbarschaften, in denen soziale Benachteiligung überwiegt. Linda orientiert sich dabei an der Gesundheit (nicht selten schneiden diese Stadtteile auch schlecht beim Gesundheitszustand ihrer Bewohner ab) und befasste sich mit der Idee, ein leer stehendes Gartencenter in der Dortmunder Nordstadt, zu einem Lebensmittelzentrum umzubauen, in dem gesunde Nahrungsmittel angebaut, verkauft und zubereitet werden können. Abi hingegen führte eine umfangreiche Untersuchung zur Möglichkeit von ‘Upcycling’ (Herstellung von Produkten aus Abfall) bis hin zur Attraktivierung von Stadtteilzentren in benachteiligten Vierteln durch. Beide Ideen lassen sich auch auf andere Problembezirke des Ruhrgebietes übertragen.

Die anwesenden Sharks gaben ihr Feedback für die verschiedenen Ideen ab und wählten ihre bevorzugte Idee aus. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung konnten dies ebenfalls tun. Sie konnten zu Beginn der Veranstaltung einen freiwilligen -Geldbetrag in den ‘Pott’ geben und konnten in der Pause darüber abstimmen, wer diesen Pott gewinnen sollte. Und die Wahl fiel schlussendlich auf Linda.

Zwei von den Sharks präsentieren sich auch selbst. Joost van Leur erzählte von der Neuen Stadt in Amersfoort. Im Herzen von Amersfoort, in einem ehemaligen Industriegebiet, wo bis vor kurzem, Seife und Zahnpasta hergestellt wurde, wird nun ‘De Nieuwe Stad’ gebaut. Dies wird in einer Partnerschaft zwischen der Gemeinde Amersfoort, dem Immobilienentwickler Schipper Bosch, dem Restaurationsunternehmen BOEI und der Fachhochschule Utrecht getan. Was ist das Ziel der Gemeinde mit dieser neuen Art der Gebietsentwicklung? Was passiert jetzt und ist es erfolgreich? Und was will Amersfoort von ‘De Nieuwe Stad’ lernen?

Arjen Hof erzählte uns, wie Schritt für Schritt, aus den Niederlanden eine Smart City werden kann. Wir messen, überwachen und intervieren. Die Smart City ist aus den Niederlanden eine Smart City werden kann. Und das ist interessant für das Ruhrgebiet, dass schon in vielen Bereichen Netzwerke gebildet hat.

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