Studentenbericht #6: Konkretisierung von Ideen

Am Montag haben wir unsere Tagesaufgaben aufgeteilt. Die Hälfte von uns hat die Präsentation für das Kennislab-Ruhr Eröffnungsevent für Donnerstag den 5. November im Unperfekthaus in Essen vorbereitet. Unsere Präsentation sollte nach dem Pecha Kucha Vortragsstil aufgebaut sein. Bei diesem Vortragstil besteht die Präsentation aus 20 slides, für jede slide stehen 20 Sekunden zur Verfügung. Dementsprechend haben wir versucht unser Projekt in wenigen Worten zu beschreiben und für die slides vor allem Stichworte und Bilder benutzt. Aufgebaut war die Präsentation wie folgt:

Warum arbeiten wir am Thema „Innovation für das Ruhrgebiet“?

Wie machen wir das bzw. was sind unsere wichtigsten Themen diesbezüglich?

Unsere ersten Ansätze für konkrete Ideen & Wie finden innovative Akteure im Ruhrgebiet besser zueinander um zu kooperieren und Ideen zu teilen?

Die andere Hälfte von uns hat versucht mehr Informationen darüber zu erlangen wie man Vertrauen zwischen Akteuren aufbaut und welche „Spielregeln“ wichtig sind wenn mehrere Akteure in einem Innovationsprozess zusammenarbeiten. Dies sind zentrale Themen an denen wir momentan arbeiten.

Dienstag haben wir unsere Präsentation als Generalprobe bei SSR vorgestellt um Feedback zu bekommen. Nach einer ergiebigen Feedbackrunde haben wir festgestellt, dass der Pecha Kucha Vortragstil in unserer momentanen Situation nicht sinnvoll ist weil zu viele wichtige Informationen zum Verständnis der Präsentationen fehlen und in der kurzen Zeit nicht deutlich werden. Mit guten Tipps aus der Feedbackrunde haben wir am Nachmittag überlegt wie wir unsere Präsentation ändern können.

Mittwoch haben wir unsere Tagesaufgaben wieder aufgeteilt. Die Hälfte von uns hat ein Konzept zum bevorstehenden Workshop für das Eröffnungstreffen am Donnerstag erarbeitet. Das Thema unseres Workshops war die Frage, wie man innovative Akteure zusammenbringt.

Die andere Hälfte von uns hat eine neue Präsentation, mit einem anderen Aufbau und mehr Details im Vergleich zur vorherigen Präsentation, entworfen. Die zentralen Punkte der Präsentation waren folgende:

  • Persönliche Vorstellungsrunde
  • So funktioniert das Lab
  • Das ist unser Alltag
  • Das haben wir bisher gemacht (aufgeteilt in vier aufeinander folgende Schritte)
    Schritt 1: Tour durch das Ruhgebiet/Eindrücke sammeln
    Schritt 2: Problemanalyse des Ruhrgebiets
    Schritt 3: Unsere Definition von Innovation
    Schritt 4: Unser aktueller Stand
  • Vorbereitung auf den Workshop und Schluss

(Die Präsentation ist ebenfalls auf unserer homepage abrufbar)

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Übersicht zum Kennislab (Foto eigene Darstellung)

Zu unseren intensiven Vorbereitungen für das bevorstehende Eröffnungstreffen kam ein kleine Diskussionsrunde in unserem Projektraum am Mittwochabend mit Frank Scheele, Melina Struwe, Kulturschaffende und Aktivistin sowie Hubertus Heuer, Geschäftsführer vom Marktforschungsunternehmen WeißeQ, die uns beide momentan in unserer Arbeit sehr unterstützen und uns mit ihrer Expertise weiterhelfen. Inhalt des Abends waren die Themen Vertrauensbildung und Kommunikation sowie Start-up -prozesse und Innovationsprozesse.

Am Donnerstag war es dann endlich Zeit für das Eröffnungsevent des Kennislab –Ruhr im Unperfekthaus im Zentrum von Essen. Wir waren bereits um 10 Uhr vor Ort um die Location zu besichtigen und die Veranstaltung für den Nachmittag vorzubereiten. Offizieller Start war schließlich um 14:00 Uhr.

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Feierliche Eröffnung der Studierenden & Partner (©Foto Dirk Rose)

Der Aufbau der Veranstaltung bestand aus verschiedenen Vorträgen mit anschließenden Workshops zum Thema der Redner. Den Anfang machte Jan-Willem Wesselink der die Anwesenden begrüßte und das Kennislab nochmal kurz für alle vorstellte, gefolgt von Mark Lukas Schulten welcher kurz seine Gründe, das Lab zu unterstützen, erläuterte. Danach folgten kurze Vorträge von Jan Polivka der die Strukturen des Ruhrgebiets vorstellte, Stefan Gärtner zum Thema Raumkapital sowie Geerd Simonis zum Thema Umgang mit Möglichkeitsräumen.

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Einleitende Worte (©Foto Dirk Rose)

Danach folgte unsere Vorstellung und unser Vortrag mit daran anschließender Pause. Nach der Pause starteten dann die bereits erwähnten Workshops. In den Workshops wurde zu den Themen der Redner diskutiert und neue Ideen gesammelt. Diese wurden am Ende auf kleinen Aufstellern festgehalten und danach noch den Teilnehmern der anderen Workshops kurz vorgestellt.

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Eindruck Workshop (©Foto Dirk Rose)

Der Tag endete mit einem geselligen Umtrunk in den Örtlichkeiten des Unperfekthauses.

Anfang der folgenden Woche waren wir hauptsächlich mit der Nachbereitung des Eröffnungsevent beschäftigt. Montagabend stand ein weiteres Treffen mit Melina Struwe auf unserem Plan, bei dem wir in einem Workshop, unter ihrer Anleitung, versucht haben unter Zeitdruck mit verschiedenen Arbeitsmaterialien ein Produkt zu entwickeln und dieses anschließend innerhalb 1 Minute vorzustellen. In der halben Stunde die jeder von uns, unter der Nutzung die begrenzten Arbeitsmaterialien, zur Entwicklung seines Produkts hatte, haben wir gemerkt, dass durch fehlende Kommunikation der Entwicklungsprozess des Produkts ins Stocken geriet.

In der anschließenden Diskussionsrunde, die durch Hubertus Heuer, Frank Scheele und Fedor Bräutigam komplettiert wurde, ging es erneut um die Themen Innovationsprozesse sowie Vertrauensbildung und Kommunikation.

Mitte der Woche besuchten wir das „european centre for creative economy“, mit Sitz am Dortmunder-U, für einen Interviewtermin mit Frau Rogg. Ein weiterer Interviewtermin folgte am nächsten Tag mit Herrn Kröck, Leiter des Stadtplanungsamts der Stadt Bochum sowie Herrn Tata, zuständig für das Netzwerkmanagement des Programms UniverCity Bochum.

Donnerstag bereiteten wir unseren Beitrag zum Programm „Neue Reihe“ vor, stattfindend am selbigen Abend. Das Programm Neue Reihe, welches jeden zweiten Donnerstag eines Monats in unserem Projektraum „offene Antworten“ auf der Kaiserstraße stattfindet, gibt Kulturschaffenden und Künstlern die Chance, sich und ihre Arbeit zu präsentieren. An diesem Abend stellten wir uns den Anwesenden in Form einer kleinen Präsentation vor und versuchten mit provokanten Fragen und Aussagen bezüglich unseres Themas im Anschluss an unseren Vortrag, die Anwesenden mit einzubeziehen in unsere Arbeit.

Nach den zahlreichen neuen Inputs der Woche haben wir uns Freitag gefragt, wie unsere weitere Vorgehensweise für die kommenden Tage und Wochen aussehen kann. Wir haben entschlossen, dass wir in den folgenden Wochen vor allem versuchen die zahlreichen verschiedenen Denkanstöße und Ideenansätze in konkretere Ideenkonzepte ausarbeiten. Dazu werden wir vermehrt Einzeln und in Kleingruppen versuchen bestehende Ansätze weiterzuentwickeln.

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